Ein Reiserad

Das Reiserad soll sicher, robust, zuverlässig, wartungsarm und natürlich reparaturfreundlich sein. Die wichtigsten Details sind dementsprechend eine hochwertige Lichtanlage, leichte und funktionale Schutzbleche und eine effiziente Bremsanlage. Mechanische Bremsen sind leicht zu warten, hydraulische dafür aber unempfindlicher und kräftiger. Am Besten sind Scheibenbremsen, da sie wetter-neutral sind. Dafür können Felgenbremsen beim Transport nicht verbiegen.

Scheibebremsen
sind wetter-neutral. Am effektivsten sind die größeren Scheiben.


Gepäckträger
mit zweiter Einhängeebene. Ideal für einen tiefen Schwerpunkt und zum platzieren einer Gepäckrolle.


Ein Lenkanschlag
verhindert, dass der Lenker beim Einhängen oder mit bereits montierten Taschen umschlägt

Der Rahmen – Gewicht oder Komfort

Hinsichtlich des Rahmens ist die Frage ob Alu, Carbon oder Stahl hochumstritten. Da Aluminium im Gegensatz zu Stahl weich und spröde ist, muss das Material mit Verstärkungen als Sicherheitsreserve verarbeitet werden, da es ansonsten brechen würde. Ein Alurahmen wird aus einzelnen Rohren hergestellt, die durch hydraulischen Druck in eine bestimmte Form gepresst und anschließend verschweißt werden. Die Rohre beim Stahlrahmen werden lediglich gemufft, denn Stahl ist bei weitem nicht so spröde wie Aluminium. Aufgrund dessen sind Stahlrahmen weniger steif, und insofern bequemer zu fahren. Der Nachteil ist das höhere Gewicht des Stahls. Carbon, das seit vielen Jahren im Fahrradbau eingesetzt wird, kann im Gegensatz zu Stahl bzw. Aluminium in jeder erdenklichen Form und Wandstärke gestaltet werden. Dies macht es möglich Gewicht zu sparen, indem Stellen am Rahmen, die wenig beansprucht werden, dünner geformt werden. Selbst wenn es gelingt einen hochwertigen Alu- bzw. Carbonrahmen um 800 – 1000 g leichter gegenüber einem Stahlrahmen zu machen, was schon sehr viel wäre, sind das gerade einmal durchschnittlich 5-8% des Gesamtgewichts. Viel gravierender fallen Anbauteile, schwere Reifen bzw. unnütze Ausstatung als Gewichtstreiber auf. Deswegen achten viele Reiseradler mehr darauf, hochwertige Anbauteile zu verwenden und ziehen den bequemen Stahlrahmen vor.

Griffe mit Barends
sorgen für mehr Variationen der Handhaltung beim Lenken.


Der Lowrider
ist nuetzlich, um zwei zusätzliche Taschen vorne zu befästigen.


Gute Laufräder
sind mit Doppeldickend-Speichen aufgebaut. Die sind stabiler und haltbarer als einfache Speichen..


Der Reifen – Dick oder doch besser dünn?

Wie immer kommt es auf die Details an: Besonders wichtig sind ausreichend Gewindeösen am Rahmen und Gabel. Denn sobald es um minimalistisches Bikepacking geht, sind zusätzliche Möglichkeiten das wenige Gepäck sicher und funktional anbringen zu können, unerlässlich. Obwohl ein Stahlrahmen den Reisekomfort etwas erhöht, sind dünne Reifen für eine längere Reise nicht zu empfehlen. Denn dickere Reifen haben ein besseres Rollverhalten, wohingegen dünne Reifen einen geringeren Rollwiderstand haben. Mit den dünnen ist man zwar durchaus etwas schneller unterwegs, aber abseits von Asphaltwegen steigt die Pannenanfälligkeit rapide an. Geht es um das Ausbügeln von Schlägen sind dickere Reifen den dünnen weit überlegen, denn durch ihr Einfederungsverhalten flachen dicke Reifen etwas ab und gleichen Unebenheiten dadurch besser aus.

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