Reiseräder, sogenannte Randonneur-Räder, werden als Spezialanfertigungen vermarktet. Sie sind dafür konstruiert, möglichst viel und schweres Gepäck, ohne dass erhöhte Pannenanfälligkeit besteht. Die zulässige Gesamtmasse beträgt zwischen 150 und 170 kg, und die Räder selbst zwischen 18 und 20 kg. Besonderheiten sind beispielsweise Rahmenrohre mit größeren Wandstärken. Kennzeichnend sind ein längerer Radstand und ein größerer Nachlauf als es bei Serien-Rädern üblicherweise der Fall ist. Das Reiserad verfügt über eine ähnliche Geometrie wie ein gewöhnliches Trekkingbike. Dies ermöglicht ein entspannteres Radeln, der Platz für Packtaschen und Anbauten erhöht sich und  darüber hinaus nimmt die Laufruhe des Rades zu. Üblicherweise werden Reiseräder als 26 Zöller angeboten, denn Räder in dieser Größe sind aufgrund der breiteren Verfügbarkeit von Ersatzteilen außerhalb Europas gegenüber einem 28-Zoll-Rad im Vorteil. Möchte man einen Allrounder für die Radreise einsetzen, dann empfiehlt sich entweder ein Mountain- oder Trekkingrad. Zwar kann auch ein Mountainbike so umgestaltet werden, dass man damit verkehrssicher auf Reisen gehen kann, denn die Geometrie des 29 Zoll Mountainbikes ähnelt der des Trekkingbikes. Allerdings kann es aufwendig sein, ein Mountainbike mit den notwendigen Anbauteilen wie Schutzbleche, Gepäckträger und Beleuchtung auszustatten.

Die richtige Ausstattung

Es empfiehlt sich im Vorhinein, Informationen hinsichtlich der Beschaffenheit der Strecke zu sammeln, und die unterschiedlichen Fahrradtypen Probe zu fahren. Mit der Wahl des richtigen Fahrrades wird der Fahrradurlaub auch mit einem Trekkingrad zu einem erholsamen Vergnügen. Nicht nur der Rahmen und der Gepäckträger sollten möglichst robust sein, sondern auch die Schaltung muss mit Bedacht gewählt werden. Der große Vorteil des Trekkingbikes als Reiserad, ist der große Einsatzbereich des Allrounders. Mit dem Trekking-Rad kann sowohl die tägliche Pendelstrecke, der kurze Trip zum Supermarkt und die Radtour am Wochenende absolviert werden. Die beiden Einschränkungen: Das höhere Gewicht und die geringere Sportlichkeit sind zwar ein Argument gegen einen Allrounder, aber die wenigsten Radler wollen mehrere Fahrräder in der Garage stehen haben.  Wegen der größeren Nachfrage nach sportlicheren Trekkingräder gaben sich die Hersteller einen Ruck und bieten sie nun auch mit einer sehr sportlichen Geometrie an. Dementsprechend ist es heute viel einfacher, sich als sportlicher Fahrer gegen ein spezialisiertes Reiserad zu entscheiden. Hat man sich für eine Geometrie entschieden, bleibt die Frage nach dem Schaltsystem.

Zwei populäre Schaltsysteme

Fahrrad - Bikepacking
Fahrrad – Bikepacking

Die meisten Räder mit Kettenschaltung sind mit Systemen von Shimano ausgestattet. Bei guter Qualität, also Alivio/Deore Komponenten, haben diese mindestens 27 Gänge. Die Vorzüge der Kettenschaltung gegenüber einer Naben- bzw. Getriebeschaltung zeigen sich vor allem im bergigen Gelände. Für eine Kettenschaltung ist die Ersatzteilversorgung auch außerhalb Europas sehr gut. Die Kettenschaltung ist zwar robust, aber gleichzeitig anfällig für Schäden bei Stürzen. Außerdem ist der Verschleiß durch Schmutz an den beweglichen Teilen hoch.

Bei Naben- bzw. Getriebeschaltung (Schimano/Rohloff/Pinion) sitzen die Schaltelemente und  Ritzel in einem Planetengetriebe innerhalb der Nabe. Sie ist dadurch dicker als die Naben bei Kettenschaltungen und je mehr Gänge vorhanden sind, desto dicker wird sie. Vorteile sind: Kaum Verschleiß, keine “verbotenen” Schaltkombinationen, allerdings ist das Schalten unter Last schlecht für das Getriebe. Sehr wartungsarm. Schlechte Ersatzteilversorgung außerhalb Europas. Die meisten Räder mit Kettenschaltung sind mit Systemen von Shimano ausgestattet. Bei guter Qualität, also Alivio/Deore Komponenten, haben diese mindestens 27 Gänge. Die Vorzüge der Kettenschaltung gegenüber einer Naben- bzw. Getriebeschaltung zeigen sich vor allem im bergigen Gelände. Für eine Kettenschaltung ist die Ersatzteilversorgung auch außerhalb Europas sehr gut. Die Kettenschaltung ist zwar robust, aber gleichzeitig anfällig für Schäden bei Stürzen. Außerdem ist der Verschleiß durch Schmutz an den beweglichen Teilen hoch.

Fazit:

Bei der Frage, ob man mit einem Trekkingrad oder mit einem Reiserad in den Urlaub fährt, sollte man im Vorfeld abwägen, wie lang die Strecke ist und wie viel Gepäck man mitnehmen möchte. Das Trekkingrad eignet sich eher für Radreisen in Europa. Das Reiserad ist für Weltenbummler zu empfehlen, die über mehrere Wochen oder gar Monate unterwegs sind und entsprechend weite Strecken zurücklegen. Ein Trekkingrad ist in der Regel vollkommen ausreichend für bis zu vierwöchige Touren. Es ist alltagstauglicher als ein Reiserad – so lässt es sich auch außerhalb der Urlaubszeit bequem im Alltag nutzen.

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