Dieser Beitrag ist ein Dauerwerbeartikel


Die Karte - Römerpfad bei Kordel


Vollbildanzeige | OpenStreetMap-Mitwirkende

Obwohl der Sommer noch nicht lange vorbei ist, wieder eine Reise? Es war Ende September, das Wetter nach wie vor sonnig und warm, aber der Sommerurlaub lag noch nicht lange zurück. Ich fragte mich, ob ein verlängertes Wochenende, mir wirklich guttun würde. Ich hatte mich gerade wieder an den Arbeitsrhythmus gewöhnt. Egal, ich entschied mich schnell und buchte ein Hotel in Kordel in der Eifel. Hier in den Bergen und nicht weit von der Mosel sind Uhren überflüssig. Das Plätschern des Wassers und das Rauschen des Windes, der zwischen den Baumwipfeln weht, bestimmen die Zeit. Schon nach einer Nacht hatte ich das charakteristische Ticken meines Weckers vergessen und ließ mich von den Geräuschen des Waldes einfangen. Die raue Natur, das faszinierende und außergewöhnliche Licht zwischen den hoch aufragenden Fichten und Buchen, versprachen entspannte und abwechslungsreiche Tage.

WaWanderweg Eifelsteignderweg Eifelsteig
 Wanderweg Eifelsteig

Im Kräuterhotel Villa Vontenie in Kordel, direkt am Fuß der Burg Ramstein gelegen, fand ich eine tolle Unterkunft. Die Zimmer in der 100 Jahre alten Villa tragen unterschiedliche Kräuternamen und sind groß und hell. Über eine Hängebrücke, die vom Grundstück des zweiten Hotels am Ort, der Pension “Burg Ramstein” zur Burg führt, bestieg ich die alte Ruine. Nachdem ich eine kleine Weile umhergegangen war, aß ich im Restaurant der Pension ein hervorragendes Curry-Geschnetzeltes. Zum Nachmittag machte ich einen Spaziergang hinunter zum Kylltal. Das besondere Highlight, den Premium-Wanderweg „Römerpfad“ würde ich am folgenden Tag entdecken.

Burg Ramstein in Kordel in der Eifel
 Burg Ramstein in Kordel in der Eifel – By SathvikOwn work, CC BY-SA 3.0, Link

Kylltal

Entlang der Kyll verläuft ein kleiner geteerter Wirtschaftsweg. Sowohl in südlicher Richtung bis Trier, als auch in nördlicher bis Bitburg ist die Kyll immer in Sichtweite. Ich ging nach Norden, um dann bei Kordel den Eifelsteig in Richtung Bruch zu erkunden.

Bach am Eifelsteig
 Bach am Eifelsteig

Nach einem kurzen Snack in einem Café in Kordel machte ich mich auf den Weg zum Eifelsteig. Der Wanderpfad beginnt etwas oberhalb des Dorfes und nach kleinen Stück die Höhe hinauf, erhaschte ich einen herrlichen Blick über die Landschaft. Da es langsam spät wurde, machte ich mich daraufhin auf den Weg zurück zum Hotel.

Blick auf die Eifel
 Blick auf die Eifel

Kaum war die Sonne untergegangen, kam ich dort an und nach der obligatorischen Dusche fiel ich geschafft ins Bett. Nach einer entspannten Nacht und einem üppigen Frühstück auf der Terrasse packte ich eine Flasche Wasser in den Rucksack und machte ich mich auf zum Römerpfad. Ich war überrascht, wie viele Gäste das Hotel hatte. Obwohl es einige Kilometer von Trier entfernt ist, war es sehr gut besucht.  

Der Römerpfad

Teil des Römerpfads
 Teil des Römerpfads

Der dichte Eifler Wald lädt geradezu zum Waldbaden ein. Kaum war ich ein paar Meter auf dem Römerpfad gegangen, umgab mich ein Meer aus Blättern. Der würzige Duft des Waldes ließ meinen Blutdruck rapide absinken und das Plätschern des kleinen Baches, begleitet von Lerchen-Gesang, würde selbst den gestresstesten Stadtmenschen in ihren Bann schlagen. Ich ließ mich augenblicklich vom Zauber des Moments einfangen und wanderte mit leichten Schritten weiter den Berg hinauf.

Auf der Bergspitze angekommen, warf ich einen Blick über das endlose Meer grüner Baumwipfel und war überrascht, wie dicht bewaldet dieser Teil der Eifel ist. Der Wanderpfad schlängelt sich einige dutzend Meter den Bergkamm entlang, bevor er steil nach unten abzweigt und einem Bach ins Tal folgt. Ich bahnte mir meinen Weg durch eine erstaunlich wild wirkende Eifel. Obwohl der Sommer langsam zu Ende ging, summte, brummte und duftete es nach wie vor überall um mich herum.

Die Putzlöcher
Die Putzlöcher

Nachdem ich auf halber Höhe einen kleinen Wasserfall auf einer hölzernen Hängebrücke überquert hatte, mache ich auf einem kleinen Felsvorsprung eine kleine Rast. Aß eines der Butterbrote, die ich mir am Morgen gemacht hatte. Nach zwei Stunden Fußmarsch lag die zweite Hälfte der Strecke noch vor mir. Obwohl mir die Füße weh taten, trieb mich die unglaublich abwechslungsreiche Schönheit der Eifler Natur weiter. Nach dem Essen machte ich mich wieder auf den Weg.

Bald kam ein besonders steiles Stück, das nur mit über einen Treppenweg zu überwinden war. Aus dem kleinen Bächlein wird mehr und mehr ein kleiner Strom, der an dieser Stelle mit einer Fallhöhe von mindestens vier Metern den Abhang hinab fällt.

Auf dem Weg nach unten ins Tal, begegneten mir erstaunlich viele Wanderer, die sich den schmalen Pfad hinauf quälten. Stellenweise blieb mir nichts anderes übrig, als mich an die Felswand zu drücken, um sie vorbeizulassen.

Nahezu jede Region in Deutschland bietet für ein Wanderwochenende erstaunlich viel. Hier in der Eifel ist das Angebot an Wanderwegen und Sehenswürdigkeiten besonders dicht. Allein auf dem 9,1 Kilometer langen Römerpfad im Butzerbachtal erwarten den Wanderer zahlreiche kuriose Highlights. Neben dem alten römischen Kupferbergwerk “Pützlöcher”, im Mittelalter wiederentdeckt und zunächst als Steinbruch genutzt, diente erst im 19. Jahrhundert wieder als Kupfermine. Auch die Reste einer römischen Langmauer zeugen von einer erstaunlich langen Besiedelung des Tals.

Butzerbachtal Roermerpfad
Butzerbachtal Roermerpfad

Auf der letzten Hängebrücke über dem Bach konnte ich einen weiten Blick ins Tal werfen. Die eindrucksvolle Schönheit der Landschaft machte mich erneut sprachlos.

Der Voie Verte

Das Butzerbachtal, durch das sich der vom Deutschen Wanderinstitut als Premium-Wanderweg ausgezeichnete Römerpfad zieht, erstreckt sich wild und ungestüm hinunter zur Kyll. Der Butzbach der sich durch tiefeingeschnittene Felsen und Abhänge ins Tal windet, verwandelt sich hin und wieder in einen Wasserfall. Massive Hängebrücken sind nötig um über auf zur anderen Bachseite zu kommen. Offiziell ist der Römerpfad 9,7 km lang und die Gehzeit beträgt durchschnittlich drei Stunden. Als Markierung dient eine römische Münze, die den römischen Kaiser Maximus I. darstellt. Besonder sehenswert sind die Burg Ramstein, das Kupferbergwerk, die Klausen- und die Genovevahöhle.

Brücke Butzbach
 Brücke Butzbach

Am späten Nachmittag kam ich im Kyll-Tall an. Es war ein tolles Erlebnis, den Römerpfad zu erwandern. Anstatt der angegebenen drei war ich nahezu fünf Stunden unterwegs gewesen. Zum Erkunden der zahlreichen Sehenswürdigkeiten hatte ich mir auch besonders viel Zeit gelassen.

Die Highlights entlang des Römerpfads:

Genovevahöhle:

Genovevahöhle
Genovevahöhle – Von Andreasmdm – Eigenes Werk (Originaltext: selbst erstellt), GFDL, Link

Die bis zu 15 Meter breite muschelartige Höhle bietet einen unbeschreiblichen Einblick in die geologischen Gegebenheiten des Butzerbachtals. Mehrere Funde deuten darauf hin, dass die Höhle schon in der Altsteinzeit von Menschen genutzt wurde. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts trug die Höhle den Namen Kuttbachhöhle. Erst durch eine in der Romantik wieder populär gewordenen Legende, die von einer verstoßenen Edelfrau erzählt, die den Namen Genoveva trug und in der Höhle einen Unterschlupf gefunden haben soll, bekam die Höhle ihren heutigen Namen.

Klausenhöhle:

klausenhoehle
klausenhoehle

Nicht zu verwechseln ist diese Höhle mit der namhaften Klausenhöhle im Altmühltal. Diese ist jedoch auch eine beliebte Sehenswürdigkeit im Butzerbachtal. Ebenfalls einer Legende nach lebte im 18. Jh. ein Eremit in der Höhle. Besonders Erwähnenswert sind die an den Wänden eingeritzten eigentümlich gestaltete Felszeichnungen. Die merkwürdig gestalteten Fratzen sollten das Böse vertreiben und dem Eremiten das in seiner Einsamkeit schwer erkämpfte Seelenheil erhalten.

Römische Langmauer:

Aus der Zeit Valentinians (364 – 375 n. Chr.), datiert ein rekonstruiertes Teilstück einer römischen Mauer, die einst mehr als siebzig Kilometer lang war.

Geyersley:

Geyersley
Geyersley

Die steilen rippenartig hervortretenden Wände aus rotem Buntsandstein sind charakteristisch für das untere Kylltal. Die bis zu dreißig Meter hohe Felswand ist ein hervorragender Aussichtspunkt, der einen herrlichen Blick zur Burg Ramstein und das Kylltal bietet. Unter tropischen Bedingungen kam es vor mehr als 220 Millionen Jahren in der heutigen Südeifel, zu Ablagerungen von Dünenanden. Im Laufe von Jahrmillionen verfestigten sich diese Ablagerungen zu dem heutigen Buntsandstein.

Burg Ramstein:

Die Burgruine Ramstein steht auf einem 182 m hohen Buntsandsteinfelsen. Sie wurde zunächst als befestigter Gutshof (10. Jahrhundert) errichtet und im Laufe des 14. Jahrhunderts zu einer kurtrierischen Lehensburg umgewandelt.

Noch mehr Ausflugsziele bei Kordel:

Trier:

Neben zahlreichen Cafés und Restaurants gibt es in der Innenstadt zahlreiche Museen, eine sehr sehenswerte Altstadt mit vielen Baudenkmälern aus der Römerzeit. Die Porta Nigra ist dabei die Hauptattraktion.

Bitburg:  

Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr zehn vor Christus. Beim Bau einer Hauptstraße von Trier nach Köln wurde an der Stelle des heutigen Bitburg eine erste Siedlung errichtet – genannt Beda. Besonders sehenswert ist das alte Straßenkastell.

Mosel:

Entlang der Mosel gibt es ebenfalls sehr viel zu entdecken. Beispielsweise gibt es im Sommer Verleihstationen für Wasserski, Tretbote und Surfbretter entlang des Flusses. Und natürlich unzählige Straußen-Wirtschaften, die den besten Moselwein servieren.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here