Lac de St-Point und Doubs-Quelle

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Le Lac de St-Point


Die Karte - Lac de St-Point


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Lac de Saint-Point
Lac de Saint-Point – By BARRET ERRARD [CC BY-SA 4.0 ], from Wikimedia Commons

Etwa zwanzig Kilometer südlich von Pontarlier, entlang der Route Departementale 437, liegt der Lac de Saint-Point. Gespeist wird der See von der Doubs, die ihn von Süden kommend in Richtung Norden durchfließt. Mit einer Fläche von nahezu sechs Quadratkilometern ist der Lac de Saint-Point der größte natürliche See des französischen Juras, der sich inmitten einer skandinavisch anmutenden Landschaft auf einer Höhe von 900 Metern in die Berglandschaft einfügt. Das touristisch weniger erschlossene West-Ufer ist das reizvollere. Hier zieht sich die  fast autofreie Route Departementale 129 durch sanft hügeliges Weideland und zwischen dichtem Schilf dümpeln malerisch Fischerboote im klaren Wasser. Entlang des Seerundweges gibt es wilde Badeplätze und die Kuppen der Schweizer Alpen sind stets in Sichtweite. Im Hochsommer wärmt sich der Bergsee bis zu 25° auf und im Winter friert er für mehrere Monate zu.  

Malbuisson

Auf der Ost-Seite, zwischen der viel befahrenen D 204 und dem Ufer des Lac de Saint-Point, reihen sich mächtige, aber konfektioniert wirkende Chalets aneinander. Malbuisson bietet gut ausgebaute Badeplätze, die sich besonders für Familien eignen. Neben einer exklusiven Segelschule gibt es einen Tretboot- und einen gut ausgestatteten Fahrradverleih. Besonders mit einem der E-Bikes, die zum Ausleihen bereitstehen, wird jede Radtour, selbst im Hoch-Jura, zu einem Spaziergang.

Etwa fünf Kilometer nördlich von Malbuisson entspringt die Quelle „La Source Bleue“.  In einem Wald oberhalb des Sees verläuft ein weit verzweigtes, mit Wasser gefülltes Höhlensystem und direkt vor dem Felsspalt, aus dem schließlich die Karstquelle hervortritt, schimmert das Wasser tiefblau. 

Métabief

Südöstlich des Lac de Saint-Point, am Nordhang des Mont d’Or auf einer Höhe von 1000 bis zu 1400 m, erstreckt sich der Ort Métabief. Hier ist der Wintersport im Jura zu Hause. Neben den zahlreichen Freizeitmöglichkeiten hängt die Bedeutung des Ortes vor allem an der äußerst attraktiven Lage. Gerade wohlhabende Städter fragen eine Wohnung in einer der dauer-vermieteten Appartement-Häuser nach. In der stetig wachsenden Anzahl dieser Wohnkomplexe spiegelt sich der schon seit Jahren währende Bauboom entlang der Schweizer Grenze wider. 

Metabief - Sicht auf die Schweiz
Metabief – Sicht auf die Schweiz – minishooter [CC BY-SA 3.0]

In der Region um Métabief entstand auch eines der beiden wichtigsten Wintersportzentren des französischen Juras. Die vielen Hotels und extravaganten Chalets ähneln jenen in den Savoyer Alpen und nehmen der eigentlich einsam-reizvollen Gegend ihre romantische Aura. Dafür ist das Angebot an Liften und Pisten für ein Mittelgebirge beachtlich. Wie stets in Frankreich ist die Benutzung der Loipen gebührenpflichtig.  

Mont d’Or

Mont d'Or im Winter
Mont d’Or im Winter – Pmau [CC BY-SA 4.0], from Wikimedia Commons

Der Berg, nach dem der berühmte Käse „Le Vacharin Mont d’Or“ benannt ist, ist kein Gipfel im eigentlichen Sinn, sondern eine kleine Erhebung auf einem langen Kamm, der 200 Meter tief zur Schweiz hin abfällt. In Frankreich wird der Käse traditionell mit Rohmilch hergestellt. In der Schweiz hingegen gilt ein Gesetz aus dem Jahr 1981, wonach der unter dem gleichen Namen firmierende Schweizer Käse lediglich mit pasteurisierter Milch hergestellt werden darf. Welcher besser schmeckt, muss jeder selbst entscheiden. Aber den Kühen, die mehrmals täglich die Grenze wechseln, dürfte relativ egal sein, was aus ihrer Milch wird.

Von Métabief führt die D450 weiter den Hang hinauf. Kurz vor dem Gipfel gibt es einen Parkplatz. Von dort sind es noch etwa zehn Minuten Fußmarsch, dann steht man oben auf der Spitze des Mont d’Or. Die wirklich guten Aussichten auf die Zentralalpen gibt es entlang der Kamm-Wanderwege, die vom Gipfel sowohl nach Süden als auch nach Norden wegführen.

Radtour: Morteau über Pontarlier nach Mouthe

Eine richtig schöne Radtour durch das Hohe Jura. Die Strecke eignet sich für geübtere Radler. Natürlich ist die Tour mit dem E-Bike für jeden machbar. Die sechzig Kilometer lange Strecke weist außer ein paar Höhenanstiege ein eher liebliches Hügelprofil auf. Ambitionierte Fahrer schaffen es auch am gleichen Tag wieder zurück zu fahren. Am geeignetsten ist der Frühling oder der Herbst. Dann lockt eine Überlandfahrt fast ohne Autos.

Zur Quelle des Doubs

Südlich des Lac de St. Point schließt sich direkt der wesentlich kleinere Lac de Remory-Boujeons an. Auf der D 437 geht es entlang des noch jungen Doubs in Richtung Mouthe. Die kleine Gemeinde liegt auf Höhe von 933 m über dem Meeresspiegel und mehr als 25 km südwestlich der Stadt Pontarlier. Das Dorf erstreckt sich bis zur Quelle des Doubs.

Mouthe
Mouthe – Christophe cagé 05:39, 15 August 2007 (UTC) [GFDL or CC BY-SA 3.0], from Wikimedia Commons

Der Weg zur Source du Doubs führt von Mouthe zunächst an Skiliften und einem Campingplatz vorbei. Aus stark gefaltetem Jurakalk sprudelt eine kräftige Quelle in ein moosgrünes Becken. Hier, unweit der Schweizer Grenze, wird der Doubs geboren. Von dieser wird er sich auch während der nächsten hundert Kilometer nicht weiter als zehn Kilometer entfernen.

Der unentschlossene Fluß

Der Doubs ist eine Besonderheit unter den europäischen Flüssen. Kaum ein Gewässer war in der Vergangenheit das Ziel so weniger regulatorischer Eingriffe wie der Doubs. Zudem gibt es kaum einen Fluss, der sich derart eigenwillig in das Fels-Gestein gegraben hat. Obwohl die Mündung in die Saône nur 90 Kilometer Luftlinie von der Quelle entfernt liegt, ist der Fluss 453 Kilometer lang. Er entspringt nahe der Schweizer Grenze, wo er im hohen Jura als Gebirgsfluß mit Wasserfällen durch eindrucksvolle Schluchten fließt, bevor er einen Bogen nach Westen macht. 

Doubs Quelle
Doubs Quelle – Yves LC [CC BY-SA 4.0], from Wikimedia Commons

Die Highlights entlang des Doubs:

Quelle des Doubs:

Die größte Karstquelle des Jura. Nicht weit vom Ort Mouthier Haute Pierre entfernt. Vom Parkplatz aus gut zu Fuß zu erreichen (ca. 600m). Der Maler Gustave Courbet hat diesen Ort in einem Gemälde festgehalten.

Métabief:

270 km markierte Wanderwege und ein moderner Ski-Lift warten auf den Besucher. Dazu gibt es im Winter frisch angelegte Loipen und wenn einmal der Schnee fehlen sollte, eine Sommer-Rodelbahn.

Grottes de Vallorbe:

Der Rundgang ist sehr abwechslungsreich und sehr schön in Szene gesetzt. Die Kathedrale ist das Highlight, diesen Schlussaufstieg sollte man unbedingt machen!

Jura-Park

Bären, Wölfe und Bisons ganz aus der Nähe. Eine Stunde reicht vollauf. Sehr schön gemacht mit dem Steg.

Noch mehr Ausflugsziele:

Pontarlier – Château de Joux:

Die Festung ist sehr weitläufig. Die Führung erlaubt nur die Begehung eines kleinen Teils der ganzen Anlage. Von außen wirkt das Fort sehr wehrhaft und stark befestigt.

Pontarlier – Porte Saint-Pierre:  

Der Teil der Stadtmauer entstand in der Mitte des 17. Jahrhunderts und dominiert die altertümliche Innenstadt von Pontarlier.

La Citadelle de Besancon:

Wir führen mit dem Fahrrad hoch, aber zu Fuß ist es bestimmt ein anstrengender Marsch nach oben. Schöner Blick über die Stadt. Beeindruckende Befestigungen mit gigantischem Ausmaß .

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