Das Fahrrad kann in Frankreich lediglich in Zügen des Nahverkehrs mitgenommen werde. Die Bahngesellschaft SNCF hat die Fahrradmitnahme im TGV gestrichen. Auf deutscher Seite ist es mit Fernzügen möglich auf ausgewählten Strecken, bis zur französischen Grenze zu kommen. Neuerdings auch mit dem ICE. Es besteht aber immer die Möglichkeit sein Fahrrad zu demontieren und es komplett verpackt im Zug mitzunehmen oder zum Zielort schicken zu lassen. Eine andere Möglichkeit ist die Anreise per Fernbus. Flixbus beispielsweise bietet auf immer mehr internationalen Strecken die Fahrradmitnahme an.

Paris
Paris

Paris im Wandel

Pariser Börse
Pariser Börse

Noch vor einem Jahrzehnt hatte ich bei jeder Frankreich-Reise die großen Städte gemieden. Obwohl Frankreich für seine Tour de France weltbekannt ist, hatten es Freizeitradfahrer in Frankreich nicht leicht. Die Franzosen sind ausgesprochene Autoliebhaber und vielleicht gab es deshalb entlang der vielen Routes Nationale kaum Radwege. Dank der allgemein wachsenden Popularität des Radfahrens hat sich aber viel getan. Entlang größerer Straßen entstehen Radwege und auch das Radwanderwegenetz wird ausgebaut. Deshalb wollte ich Paris diesmal eine Chance geben. Ich war sehr überrascht! Es gibt mittlerweile viele Radwege entlang der unzähligen Boulevards. Selbst zweispurige Radwege sind zahlreich vorhanden. Auch autofreie Sonntage wurden mittlerweile eingeführt. Diese Errungenschaft geht auf eine Initiative des ehemaligen Bürgermeisters Bertrand Delanoë zurück. Es war die richtige Entscheidung, Paris mit dem Rad zu erkunden.

Louvre
Louvre

Das Leihrad – Velib

Paris - Velib
Paris – Velib

Der öffentliche Nahverkehr ist sehr gut ausgebaut. Seit 2007 gibt es den Velib Leihrad Service in Paris, ein öffentliches Fahrradverleihsystem mit mehr als 1900 Stationen. Wer sich im Internet registriert, bekommt einen Buchungscode und eine Pin zugeschickt, die an einer der vielen Velib Stationen eingegeben werden können. Die erste halbe Stunde ist kostenlos. Jede weitere halbe Stunde kostet einen zusätzlichen Euro. Bei meiner Tour ist mir aufgefallen, dass vor allem am Nachmittag, an vielen Stationen kaum noch Räder vorhanden waren. Einige Radwege führen entlang der Uferpromenaden der Seine. Keine Abgase, kein Hupen, stattdessen in Gesellschaft zahlreicher Radfahrer. Zumindest bei gutem Wetter.

Günstiger Nahverkehr

Wie schon erwähnt verfügt Paris über ein perfekt ausgebautes und aufeinander abgestimmtes Netz öffentlicher Verkehrsmittel. Alle paar hundert Meter gibt es die Möglichkeit den Bus, die Metro oder die S-Bahn zu nehmen. Wer auch gern U-Bahn fährt, sollte sich eine 10er-Karte kaufen. Die ist deutlich günstiger als ein Einzelfahrschein. Wer ein paar Tage länger bleiben möchte, kann auch, Passbild vorausgesetzt, einen „Pass Navigo Decouverte“ für die Zonen eins und zwei kaufen. Für siebenundzwanzig Euro geht es nicht günstiger, Paris zu entdecken.

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