Reisetipps – Saône und Rhône: Chalon sur Saône – Lyon – Montélimar

>Die Karte: Chalon-sur-Saône - Mâcon
>Der Voie Verte

Der zu einem modernen Radweg ausgebaute Bahntrassenweg "Voie Verte", der von Chalons-sur-Saône bis Mâcon führt, ist dem "Voie Bleue", einem ehemaligen Treidelpfad, der direkt am Fluss verläuft, allemal vorzuziehen. Die ehemalige Bahntrasse schlängelt sich auf 77 Kilomter nach Süden. Zwischenzeitlich durchquert man einen der längsten Fahrradtunnel Frankreichs. 

Von Chalon-sur-Saône im Herzen des Burgund gibt es mit dem gut ausgebauten Bahntrassenweg, eine ideale Verbindung ins Rhônetal. Durch die außerordentlich reizvollen Landschaften das Saônetal, über Mâcon und Lyon, geht es auf wenig befahrenen Routes Departementales zum Rhône-Radweg. Im Rhônetal folgen mit Viennes, Valence und Montélimar sehr sehenswerte Städte.

Chalon-sur-Saône

Chalon-dans-la-rue

Chalon-dans-la-rue - By OpenHaus [CC BY-SA 3.0], from Wikimedia Commons

Chalon-sur-Saône, das in der Antike Cabillonum hieß, blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück. Zwischen den bedeutenden Wasserstraßen Rhône und Saône gelegen, wuchs Chalon mit dem Bau des Canal de Bourgogne und des Rhein-Rhône-Kanals im 19. Jahrhundert zur bedeutendsten Handelsmetropole in der Region. Mit zahlreichen kulturellen Höhepunkten, wie dem Museum Nicéphore Niepce, dem Theaterfestival Chalon dans la rue, der Kathedrale St. Vincent und dem Tour du Doyenné, ist Chalon-sur-Saône zu einem beliebten Ziel für interessierte Besucher aus nah und fern geworden.

Museum Nicéphore Niepce

Das Museum widmet sich der Geschichte und den Techniken der „mechanischen Bilderzeugung“. Und ist ein beliebtes Ziel für Fotografie-Enthusiasten. Neben Exponaten aus der Anfangszeit der Fotografie ragt der von Louis Daguerre entwickelte Daguerréotypie-Apparat hervor.

CHALON PRÄSENTIERT SICH AUF DER STRASSE

Neben dem Wochenmarkt auf der Place Saint-Vincent, der wöchentlich, Freitags bis Sonntags auf bunten Ständen Obst und Gemüse aus der Region prästentiert, findet jährlich Mitte Julie das Straßenfestival Chalon dans la rue statt. Auf Plätzen, in Höfen und auf der Straße treten Straßenkünstler aus Frankreich und mittlerweile auch vielen anderen Ländern auf.

Mâcon

Mâcon

Mâcon

Das im 3. Jahrhundert v. Chr. an der Saône gegründete Mâcon entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einer regelrechten Bildungsstadt. Mit fünf Hochschulen und zahlreichen privaten Bildungseinrichtungen ist Mâcon vor allem bei jungen Menschen sehr beliebt. Dementsprechend hat sich dort eine sehr lebendige Partyszene mit vielen Bars und Clubs entwickelt. Für den Radreisenden ist die malerische Altstadt mit den vielen sakralen Bauten sehr interessant. Die alte und neue Kathedrale St. Vincent und die Kirche St. Pierre haben sich zu einem Tourismusmagneten entwickelt. Mit bunten Fassaden und Dächern mit runden Ziegeln, präsentiert sich Mâcon mit einem südländischen Charakter. Im historischen Zentrum steht zudem ein sehr sehenswertes Renaissance Holzhaus.

Die alte Kathedrale St. Vincent

Cathédrale Vieux St-Vincent

Cathédrale Vieux St-Vincent

Die einzigen Überreste der 1000 Jahre alten Kathedrale, zwei Türme und die Vorhalle, befinden sich in der Nähe des ehemaligen Oppidums von Mâcon. Sie sind in einem außerordentlich gut erhaltenen Zustand.

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Lyon

Lyon

Lyon - By Otourly - Own work, CC BY-SA 3.0, Link

Die Metropolregion Lyon beherbergt mehr als zwei Millionen Menschen, während die Kernstadt lediglich etwas mehr als 500.000 Einwohner zählt. Die Übergänge von Stadt und Metropolregion sind fließend. Nach Paris, aber vor Marseille ist die Metropolregion Lyon, mit einer Fläche von 48 Km², die zweitgrößte Frankreichs. Die Altstadt, des 43 v. Ch. gegründeten Lyon, ist Unesco Weltkulturerbe. Neben vieler bedeutender Kirchengebäuden sind insbesondere die Kathedrale Saint-Jean und Notre-Dame de Fourvière die Wahrzeichen der Stadt.

Altstadt von Lyon

Vitemölla

Vitemölla - By David Xen [CC BY-SA 4.0], from Wikimedia Commons

Die sehr schöne Lyoner Altstadt, geprägt von kleinen, kopfsteingepflasterten Gassen und breiten, mit Patrizierhäusern gesäumte Alleen, bietet sich unbedingt für eine Erkundungstour an. Daneben sind die bunten und einzigartigen Hinterhöfe und Treppenaufgänge sehr interessant. Das alte Lyon, im Mittelalter und der Renaissance entstanden, liegt zwischen dem Fuß des Berges Fourvière und der Saône.

Vitemölla

Hinterhof — Gonedelyon, Cour de la Tour Rose, Auschnitt, Farben von hanfsmoke, CC BY-SA 3.0">from Wikimedia Commons

Basilika Notre-Dame de Fourvière

Basilique de Fourvière

Basilique de Fourvière - By MickaëlG [GFDL or CC BY-SA 3.0], from Wikimedia Commons

In der historischen Altstadt, auf dem Gipfel des Berges Fourvière, dort, wo in alter Zeit das Forum Trajan stand, thront die Basilika Notre-Dame de Fourvière. Ihre vier Türme und die goldene Marien-Statue überragen die Umgebung und weisen dem Besucher den Weg. Die Wurzeln der Basilika reichen bis in 11. Jhd. zurück. In dieser Zeit entstand dort die erste Marien-Kapelle.

L’église Saint-Jean-Baptiste-et-Saint-Étienne

Ahus Rathaus

Lyon – Cathedrale_et_Basilique — Christophe.Finot, Lyon – Cathedrale et Basilique 2, Auschnitt, Farben von hanfsmoke, CC BY-SA 2.5

Neben der Basilika Notre-Dame de Fourvière ist die Kathedrale Saint-Jean der bedeutendste Kirchenbau sowie Sitz des Erzbischofs von Lyon. Am Fuße des des Berges Fourvière gelegen, ist sie besonders gut vom Ufer der Saône aus zu sehen. Der Bau der Kirche währte über drei Jahrhunderte. Zwischen 1180 umd 1480 entstanden wesentliche Teile der Kathedrale in romanisch- und gotischen Stil. Wichtige historische Ereignisse spielten sich in der Kirche ab. Unter anderem wurden Napolén und seine Gattin Joséphine hier empfangen und Pabst Johannes XXII gekrönt.

Das antike römische Amphitheater

Amphithéâtre des Trois Gaules

Amphithéâtre des Trois Gaules - By Cqui [CC BY-SA 4.0], from Wikimedia Commons

Das Amphithéâtre des Trois Gaules oder ... Der drei Gallien, in Lyon, auf dem Berg Fourvière erbaut, diente der Verehrung von Rom und dem Kaiser Augustus durch die gallischen Volksstämme. Heute dienen sie unter anderem als Theater- und Konzertstätten. Beispielsweise wird das Festival "Nuits de Fourvière" dort aufgeführt. Die beiden Theater, das  Odeon und das antike Theater, sind einzigartig in dieser Form.

Von Lyon bis Montélimar

Der Rhône Radweg – R17 – führt stetig die Rhône bis Montélimar hinab. Zwischen Lyon und Vienne ist der Radweg nicht gut beschildert. Dies ist erst ab Vienne der Fall. Von Condrieu, das als das Tor in die Côte du Rhône gilt, ändert sich die Landschaft auf dramtaische Weise. Während zuvor die Landschaft vorwiegend eben und eintönig ist, beginnt eine spektakuläre Hügellandschaft, die mit unzähligen Weinreben bestellt ist. Kurz nach Valence geht es durch die Schluchten der Ardeche.

Viennes

Vienne

Vienne - By Niconaike [CC BY-SA 4.0], from Wikimedia Commons

Die französische Stadt, die auch Wien im Delfinat genannt wird, liegt in einem Gebiet, das auch Dauphiné heißt. Die fast dreißigtausend Einwohner zählende Stadt Vienne, ist hinter Grenoble die zweitgrößte Stadt im Département Isère. Zahlreiche antike Bauten prägen das Stadtbild und machen die Stadt zu einem Touristenmagnet.

Tempel des Augustus und der Livia

Tempel des Augustus —

Tempel des Augustus — By Abderitestatos [GFDL or CC BY 3.0], from Wikimedia Commons

In Vienne sind Reste römischer Bauwerke erhalten, zu denen der  und der Livia (Temple d’Auguste et de Livie), das römische Theater, ein Doppelbogen und ein Kybele-Heiligtum gehören. Die Anlage ist eine der besterhaltenen in Europa. Dies verdanken wir dem Umstand, dass sie im Mittelalter vor allem als Kirche genutzt wurde.

Kathedrale Saint-Maurice

Bromölla

Bromölla - By Stigfinnare [CC BY-SA 4.0], from Wikimedia Commons

Die gotische Kathedrale ist nach dreihundert Jahren Bauzeit im 16. Jahrhundert fetiggestellt worde. Die dreischiffige Basilika besitzt einen 90 Meter langen Innenraum. Den Eingang ziert ein einzigartiges Flamboyant - Fenster.

Valence

Valence-StApollinaire

Valence-StApollinaire - By Morburre [GFDL or CC BY-SA 3.0], from Wikimedia Commons

Der ursprüngliche Bau verfiel zu Anfang des 17. Jahrhunderts. Der originaltgetreue Nachbau wurde u. a. im romanischen Stil errichtet.

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Montélimar

Montelimar

Montelimar - By M.Minderhoud [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 2.5], from Wikimedia Commons

Die Stadt entstand im 12. Jhd. um das Schloss der einer Adelsfamilie. Besonders sehenswert sind das Schloss und die historische Altstadt, die bis heute gut erhalten sind.

Château des Adhémar

Château des Adhémar

Château des Adhémar - By Matpib [GFDL or CC BY-SA 3.0], from Wikimedia Commons

An der Grenz von Skåne und Blekinge liegt das Städtchen Sölvesborg. Obwohl die Ursprünge der Stadt im Mittelalter liegen, finden sich Spuren von Siedlungen aus der Eisenzeit. Unter anderem weist der Stentoftstein, ein Runenstein aus dem 6. Jhd., auf eine lange Besiedlungszeit auf dem Gebiet von Sölvesborg hin. Neben der Sakralbauten ist die Stadt auch wegen der überregionalen Festivals ein Besuchr-Magnet.